easycredit in der Kritik

Easy Credit „Deutschland fairer Kredit“ – so lautet die Werbung. Gerade zu Weihnachten stellen sich die Volks- und Raiffeisenbanken besonders verbraucherfreundlich dar, denn sie wollen natürlich nicht nur Geld verleihen, sondern dem Verbraucher Wünsche erfüllen, und zwar schnell und einfach.

Verpackt wird der gesamte Ratenkredit, denn ein solcher bleibt er, in ein sogenanntes Fairness-Paket. Untermauert wird der faire Kredit durch Hinweise der Bank, sich keinesfalls zu überschulden und auf alle Fälle den sicheren Kredit für Deutschland zu nutzen. In der Werbung wird diese Vorsicht allerdings mit Verleitung zu aggressivem Geldausgeben durch Bilder von mädchenumringten Yachtbesitzern kombiniert.

Auch die mögliche Zahlungsunfähigkeit des Kreditkunden in der Zukunft wird thematisiert. In diesem Falle verzichte die Bank natürlich nicht auf alle Forderungen, der Kunde müsse dann aber nur den pfändbaren Teil seines Einkommens an die Bank abführen.

Eine Restschuldversicherung, die von der Volks- und Raiffeisenbank natürlich nur empfohlen wird, ist ein fester Bestandteil des Kreditvertrages, der bei einer Kreditsumme von 10.000 Euro mit monatlichen 21 Euro weitere finanzielle Belastungen für den Kreditnehmer mit sich bringt. Dass diese Restschuldversicherung über ein Tochterunternehmen der Volks- und Raiffeisenbanken abgewickelt wird, versteht sich fast von selbst.

Ein weiteres Manko des „fairen Kredites“ ist, dass der beworbene Zinssatz von 5,99 % nur bei optimaler Bonität zum Tragen kommt, allerdings unter ungünstigen Umständen auch schnell auf 12,99 % ansteigen kann.

Insgesamt lässt sich dieser Ratenkredit eher als undurchsichtig für den Verbraucher und keinesfalls fair einstufen.