EZB stützt Geschäftsbanken

Die Europäische Zentralbank hat die Liquidität der Banken, also ihre Zahlungsfähigkeit, drastisch erhöht und gesichert. Der Grund für diese Maßnahme ist die allgemeine Unsicherheit und Nervosität der Banken; vor allem die schwierige Situation zum Jahresende hat die EZB dazu bewogen, diese Gelder zur Verfügung zu stellen. Mit einem Refinanzierungsgeschäft schreibt die Zentralbank den Banken insgesamt 348,6 Milliarden Euro gut.


Die allgemeine Finanzkrise, ausgelöst durch die Bankenkrise in den USA, hat die Geldinstitute verunsichert. Sie belauern sich regelrecht untereinander; die gegenseitige Kreditvergabe und damit der Geldhandel zwischen den Banken ist fast gänzlich zum Erliegen gekommen.

Aus diesem Grund sind die Geschäftsbanken mehr denn je auf das Geld der Zentralbank angewiesen. In “normalen” Zeiten wird das Geld benötigt, um die Mindestreserve zu garantieren und den Bedarf der Wirtschaft an Bargeld zu decken. Das ist nur der Zentralbank erlaubt.

Das Geld der EZB ist aber auch für die technische Abwicklung des Zahlungsverkehrs bestimmend, denn die Geschäftsbanken holen sich benötigtes Geld per Kredit bei der Zentralbank; diese Kredite werden verzinst und durch Pfänder in Form von Wertpapieren abgesichert.

Die Nervosität am Geldmarkt schlägt sich natürlich in höheren Zinsen wieder, zumal die Furcht vor dem “Austrocknen” der Liquidität um sich greift. So ist dann die Maßnahme der EZB eine strategisch kluge und wichtige Entscheidung, wie Frankfurter Geldhändler betonen. Die Banken sind besänftigt, die Angst vor eklatantem Geldmangel zum Jahresende gebannt. Die Zinsen für das Zentralbankgeld mit Laufzeiten über das Jahresende hinaus sind zudem deutlich gefallen.

Aktualisierung: Seit 2007 hat sich viel getan. “Derzeit widersprechen sich die zahlreichen Konjunkturprognosen, die von unterschiedlichen Stellen immer wieder aktualisiert und veröffentlich werden, in einem Punkt nicht: Es geht abwärts mit der deutschen Wirtschaft, und zwar so stark wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg.”, so titelt zur Zeit bankenpleite.org. Hier können Sie sich über aktuelles zur Krise auf dem Laufenden halten.