Trotz der Verbesserung der konjunkturellen Lage Deutschlands hat sich die wirtschaftliche Situation vieler Bürger drastisch verschlechtert. Statistische Erhebungen haben offenbart, dass bereit jeder zehnte Deutsche überschuldet ist, das heißt, seinen monatlichen Ratenverpflichtungen in Kombination mit der Lebenshaltung nicht mehr nachkommen kann.
Ein großes Problem stellt die Verschuldung dar, wenn sich zusätzlich noch eine Arbeitslosigkeit ergibt. Spätestens mit der deutlichen Reduzierung der Einkünfte bricht eine ohnehin schon instabile Finanzplanung völlig zusammen. Schuldnerberater geben Banken hier einen Großteil der Schuld, denn Kredite werden gerade jungen Menschen heute völlig unproblematisch erteilt. Zudem werben viele Banken auf einer partnerschaftlichen Ebene und verzerren so das Bild für Jugendliche, dass jede Kreditaufnahme langfristig auch in die Überschuldung führen kann. Einige Banken tun sich bei der großzügigen Kreditvergabe, die dann noch mit einem Dispositionskredit auf dem Girokonto kombiniert wird, hervor oder werben aggressiv in einem Jargon, der gerade junge Leute anspricht und zum Konsum auf Kredit verführt.
Trotz ständiger Erweiterung der Schulpflichtfächer findet ein Training im Umgang mit Geld leider in Schulen noch immer nicht statt und so tappen viele junge Leute bereits mit dem Handy in eine erste potentielle Schuldenfalle. Als nächstes wird oft der ausgeschöpfte Dispokredit in Form einer Umschuldung in einen Ratenkredit verwandelt. Der vorhandene Dispo wird nebenher weiter genutzt. Eine weitere Umschuldung erfolgt. Spätestens hier bringt eine Veränderung der Einkommenssituation ein ohnehin löchriges Finanznetz zum Zusammenbruch und der Weg in die Insolvenz, die gesetzlich vereinfacht wurde, ist für viele, gerade jüngere, Menschen irgendwann die einzige Lösung.