Schuldenfalle Weihnachten – Was kann man tun?

Alle Jahre wieder ist nicht nur die Weihnachtsdekoration, sondern auch der Kontostand rot. Hintergrund ist, dass das Fest der Liebe auch den Ärmsten großzügig und spontan in der finanziellen Planung werden lässt. Das Weihnachtsgeld aus dem November wird mit eingeplant und so steht dem großzügigen Geschenkkauf, der nach Studien der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche auch in diesem Jahr wieder bei 420 Euro bei den Deutschen eingeplant wird, nichts mehr im Wege.

Leider führt dieses Kaufverhalten viele Menschen dann nach den Feiertagen zur Schuldnerberatungsstelle. In diesem Jahr ist besondere Vorsicht beim Verplanen des Geldes geboten, denn durch erhöhte Benzin- und Lebensmittelpreise liegt die Inflationsrate zur Zeit bei 3 % – und damit einem Höchststand seit 1994. Die Rücklagenbildung für den Januar, der mit vielen Rechnungen zum Beispiel für Kfz- und Haftpflichtversicherung einhergeht, wird von vielen Menschen leider vergessen.

Elektromärkte, die mit zinsfreiem Ratenkauf für die Weihnachtsgeschenke werben, tragen zur Überschuldung vieler Menschen bei. 7,3 Millionen überschuldete Menschen in Deutschland, von denen rund 1 Million durch falsches Kaufverhalten in dieses finanzielle Abseits gerutscht sind, sprechen eine deutliche Sprache.

Wer geplant und durchdacht das monatliche Budget zur Weihnacht überschreiten möchte, sollte aber die Nutzung des Dispokredites, der zur Zeit mit rund 13 % Zinssatz belegt ist, vermeiden und statt dessen lieber auf von manchen Kreditinstituten angebotene Ratenkredite zurückgreifen, die bei einem Zinssatz von derzeit meist 5 bis 8 % deutlich günstiger sind. Feste Ausgaben müssen eingeplant werden ins Budget.